Wir pflegen die Kunst, durch die Zeit zu reisen

Reisen Sie mit!

Das Luftschiff, mit dem die Histonauten  die Weltgeschichte erkunden, hat Henri Giffard konstruiert.  Dem dampfmaschinenbegeisterten Franzosen gelang 1852  der allererste motorisierte bemannte Flug.  Von Paris über Versailles nach Elancourt legte das Gefährt  rund 28 Kilometer zurück.  Mit seiner aerodynamischen Form und der drei PS starken  Dampfmaschine, die die Luftschraube antrieb, kam der  schnittige Gasballon mit acht Kilometern pro Stunde voran.  Das dreieckige Segel nutzte Giffard zum Steuern.  Zum Landen warf er den Anker. Eine optimierte Variante  des Luftschiffes ging bei der Probefahrt in Flammen auf.  Giffard und sein Begleiter entkamen der Katastrophe  jedoch unverletzt. Erst fünfzig Jahre nach Giffards Pionierflug  gelang es Ferdinand Graf Zeppelin,  ein wirklich verkehrstüchtiges Luftschiff zu bauen.   (© Bild: Sammlung Jean Louis Schlim)


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Das Programm des nächsten Semesters im Überblick

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Reihen und Termine Oktober 2016 bis Februar 2017 - Übersicht in DinA 4 zum Herunterladen
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Newsletter 113

Donnerstag, 21. Juli, 19.30 Uhr

in der Mozart’schen Wohnung an der Salzburger Getreidegasse hört man die Glocken der Stiftskirche St. Peter. Das ganze Haus steht auf ehemaligem Klostergrund. Und als Cajetan, Sohn des Hausherrn und eine Art „großer Bruder“ des kleinen Wolfgang Amadé, sein Leben dem Herrgott verschrieb, trat er natürlich bei den Benediktinern von St. Peter ein. Unter dem Ordensnamen „Dominicus“ wurde Cajetan Hagenauer „Kuchlmeister“ und später einer der bedeutendsten Äbte des altwehrwürdigen Stifts, weshalb man ihn nach seinem Ableben im offenen Sarg durch die Stadt trug.

  

Wolfgang Amadeus Mozart blieb dem zehn Jahre älteren Freund zeitlebens verbunden. Im Oktober 1783, am Hochfest des heiligen Amandus, dirigierte das Musikgenie in St. Peter beispielsweise die Uraufführung seiner „Missa in c“, KV 427. Gattin Constanze sang „die Solo“, Vater Leopold brillierte als Konzertmeister, Schwester Nannerl saß ergriffen in der Kirchenbank.

  

Dabei war Mozart mit der „Berufswahl“ seines „großen Bruders“ zunächst gar nicht einverstanden.  Das damals acht Jahre alte „Wolfgangerl“ habe recht „geweinet“, als er vom Klostereintritt erfuhr, heißt es in einem Brief von Vater Leopold. Wolfgang glaubte, dass ihm der ältere Freund nun nie mehr die Orgel „aufziehen“ (treten) würde, dass das gemeinsame „Pölzel schiessen“ (eine Form des Scheibenschießens) passé sei, dass er den guten Cajetan/Dominicus womöglich nie mehr sehen werde. Vater Leopold konnte diese Befürchtungen aber offenbar ausräumen.

  

Als Cajetan/Dominicus am 15. Oktober 1769 in St. Peter seine Primiz feierte, erklang die „Dominicus-Messe“, die der inzwischen 13-jährige Wolfgang Amadé eigens für diesen Zweck komponiert hatte. Die Zwischenpassagen des „Kyrie“ muten erstaunlich heiter an: Sie stehen im Walzertakt.

  

An diesem Donnerstag erzählt Klaus Reichold in der Reihe „Glanz und Elend der Klöster“ unter anderem von der Orgel in St. Peter. Sie war im Stande, ein Glockenspiel und eine „Hirtenwonne“ zu imitieren – aber auch ein veritables  „Donnerwetter“, „so täuschend und so heftig, daß man es fast kaum aushalten konnte“.


Der Himmel lächelt still herab
Vortrag: Stift St. Peter in Salzburg
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Die ebenso reiche wie originelle Bibliothek, der malerische Friedhof und die in den Fels geschlagene Gastwirtschaft haben jeweils über tausend Jahre auf dem Buckel. St. Peter ist die Wiege der Stadt Salzburg, das älteste bestehende Kloster im deutschen Sprachraum – und eine große Wunderkammer. Die 24 Benediktinermönche, die es heute noch gibt, hüten Notenhandschriften von Wolfgang Amadeus Mozart, eine „Ägyptische Kommode“ in Form des Hathor-Tempels von Dendera – und das Grab von Luthers Freund und Lehrmeister Johann von Staupitz.

Wann             (Do) 21. Juli 2016, 19.30 Uhr
Wo                 Zentrum St. Bonifaz, Karlstraße 34, München
Preis              15 €  

Anmeldung    per E-Mail an anmeldung[at]histonauten.de




Samstag, 23. Juli, 11.00 Uhr

Zur Ergänzung machen wir an diesem Samstag eine Exkursion an den Ort des Geschehens. Am Vormittag besuchen wir das 2014 eröffnete „DomQuartier“, am Nachmittag wird uns Erzabt Dr. Korbinian Birnbacher OSB einen Teil seines Reiches zeigen.

Der Himmel lächelt still herab
Exkursion: Stift St. Peter in Salzburg
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Wir flanieren durch eine Galerie, die 200 Jahre lang verschlossen war, sagen dem heiligen Rupert Grüß Gott und stoßen hinter einer Tapetentür auf den leibhaftigen Erzabt. Seine Gnaden gewähren uns ein Privatissimum und entführen uns in die Salzburger Unterwelt. Mit einigem Glück gelingt es uns, dem Bruder von Joseph Haydn beim Orgelüben zuzuhören. Auf jeden Fall werden wir dem legendären Dr. Faustus begegnen, aber nicht verhindern können, dass der Salzburger Fürsterzbischof vor dem Refektorium des Klosters einen Latrinenturm aufrichten lässt.

  

Wann             (Sa) 23. Juli 2016, 11.00 - 18.00 Uhr
Treffpunkt     Stift St. Peter, Salzburg, Pforte, St. Peter-Bezirk 1
Preis              44 € (inklusive Eintritte, ohne Fahrt) 

Anmeldung    per E-Mail an anmeldung[at]histonauten.de

  

Die Teilnehmerzahl ist beschränkt. Deshalb bitten wir Sie dringend, sich anzumelden.

Falls Sie mit dem Auto anreisen wollen: An diesem Freitag (22.07.2016) beginnen die Salzburger Festspiele. Erfahrungsgemäß sind Parkplätze in diesen Wochen Mangelware. Hinweise zu Parkmöglichkeiten finden Sie unter www.salzburg.info/de/anreise_verkehr/auto/parken_in_salzburg.

  

Falls Sie mit dem Zug anreisen wollen: Von München kommen Sie in aller Regel zweimal pro Stunde nach Salzburg. Bitte informieren Sie sich unter www.bahn.de über Ihre Reisemöglichkeiten.

  

Um eine eventuelle Verspätung auszugleichen, empfehlen wir Ihnen den Meridian 79009, Abfahrt in München Hbf. um 7.55 Uhr, Ankunft in Salzburg Hbf. um 9.41 Uhr.

In diesem Zug gilt u.a. das Bayern-Ticket (23 € für 1 Person). Zu Fuß brauchen Sie von Salzburg Hbf. zum Treffpunkt an der Pforte des Stiftes St. Peter gute 30 Minuten (kürzester und – ab Schloss Mirabell – schönster Weg = Rainerstraße, Mirabellgarten, Makartsteg, Getreidegasse, Universitätsplatz). Sie können aber auch den Bus nehmen (Obus 3, Obus 5, Stadtbus 25, Regionalbus 160 oder Regionalbus 170 verkehren in Abständen von wenigen Minuten; Details unter https://fahrplan.salzburg-verkehr.at) und bis zur Station „Rathaus“ fahren (die Einzelfahrt kostet 2,60 €). Von dort sind Sie in etwa 7 Minuten bei St. Peter.

  

Falls Sie eine Fahrgemeinschaft (entweder mit dem Auto oder mit der Bahn/dem Bayern-Ticket) bilden wollen, melden Sie sich bitte bei uns unter Angabe Ihrer E-Mail-Adresse und Telefon-Nummer. Wir stellen dann den Kontakt zwischen Ihnen und weiteren Interessenten her.

  

Ab Freitag sind wir unter 0170 / 23 18 717 zu erreichen. Falls Sie uns in Salzburg verpassen sollten, können Sie am Samstag nachfragen, wo wir gerade sind bzw. wo Sie uns treffen können. Sollten Sie uns – etwa aufgrund von Verbindungsproblemen – nicht auf Anhieb erreichen, probieren Sie es bitte noch einmal oder sprechen Sie uns aufs Band. Wir rufen Sie umgehend zurück.

   

Wieder aktiv in der Pinakothek der Moderne:
PIN.X - Bilder drehen, Bilder verstehen

Wir filmen wieder mit Schülerinnen und Schülern! Aus Kunst werden Videos, aus "Stills" Stories. Mehr Infos ...

Wenn Sie auch Interesse daran haben, mit Ihrer Klasse teilzunehmen, melden Sie sich bitte bei uns.

Ab sofort online in der ZDF-Mediathek: Das Erbe der Nazis

Wenn Sie interessiert, wie es mit „braunen Eliten“, Handlangern und Mitläufern nach Ende des Zweiten Weltkriegs weitergegangen ist: Unsere Kollegin Sonja von Behrens, Leiterin des Histonauten-Büros Hamburg, hat für ZDF info die Spuren „der Täter“ bis in die Zeit der Studentenproteste nachverfolgt.   

1960-1968 Die Täter sind unter uns

Der lange Schatten des "Dritten Reichs". Was wurde aus 8,5 Millionen Parteigenossen? Aus Spitzenbeamten in Justiz und Verwaltung? Aus zehn Millionen Soldaten? Aus den vielen KZ-Wächtern, Euthanasie-Ärzten, Rassenhasspredigern? 50 Jahre harte Arbeit, so schätzte US-General Eisenhower 1945, würde es brauchen, um Deutschland zu entnazifizieren und umzuerziehen. Das furchtbare Erbe hat Deutschland geprägt. Die Trümmer der Städte wurden bald weggeräumt, die Trümmer in der Gesellschaft, in den Seelen blieben noch lange bestehen. Fast jede Familie in Deutschland ist betroffen – durch Großväter, die den Krieg mitmachten, Mütter, die im BDM aktiv waren, Großeltern, die das KZ überlebten. Die Erinnerungen – oft auch das Schweigen – haben heutige Generationen geprägt. Die signifikanten Ereignisse der 60er Jahre sind der Eichmann-Prozess, der Auschwitzprozess, die Verjährungsdebatten und die Studentenproteste.

Die 45-minütige Fernsehdokumentation lief Anfang April in der Reihe „Das Erbe der Nazis“ und ist in der ZDF-Mediathek ein Jahr lang abrufbar.

Ab sofort online verfügbar:
Schon seh ich Glut und Wirbelrauch - Die Walpurgisnacht (Vortrag)


Ein ganzer Vortrag von Klaus Reichold aus der Mythen-Reihe für alle, die ihn versäumt haben und für diejenigen, die mal einen "Live"-Eindruck bekommen wollen von unseren Veranstaltungen. (Und bitte nicht wundern: Im youtube-Video ist wirklich nur ein Bild zu sehen. In unseren Vorträgen sind es natürlich viele mehr.) Viel Spaß!

Einen reinen Audio-Download gibt es als Alternative auf unserer Seite http://www.histonauten.de/bavaricum/Impressionen/.


Seit Freitag, 4. März 2016
Frühlings-/Sommer-Semester im bavaricum@histonauten

Die Wittelsbacher privat – Vortragsreihe

Die Wittelsbacher zählten zu den einflussreichsten Geschlechtern Europas. Doch auch Fürsten sind Menschen, haben Bedürfnisse, Talente, Leidenschaften, Stärken und Schwächen. Auch in ihren Reihen gibt es Abenteurer und Sportskanonen, Theaterbegeisterte und Technikbesessene, Liebeshungrige und Vergnügungssüchtige. Wir werfen einen Blick auf den Alltag und die Lebenswelt vergangener Epochen, exemplarisch dargestellt an Persönlichkeiten aus der Dynastie der Wittelsbacher.

München im Nationalsozialismus – Vortragsreihe/Führungen

Bis 1945 war Adolf Hitler in München gemeldet. Das hiesige Groß-bürgertum hatte ihn überhaupt erst gesellschaftsfähig gemacht, seinen Aufstieg finanziert und die Publikation von „Mein Kampf“ ermöglicht.  Zum Dank wurde die  „Hauptstadt der Bewegung“ Sitz der Partei. In der Isarmetropole erschien der „Völkische Beobachter“. Hier fand die Ausstellung  „Entartete Kunst“ statt. Der Krieg verhinderte, dass Hitler seine megalomanen Pläne zum Stadtumbau realisieren konnte – und der Widerstand, dass München sein Gesicht zur Gänze verlor.

Glanz und Elend der Klöster - Vortragsreihe mit Exkursionen

Jahrhundertelang waren Klöster gesellschaftliche, wirtschaftliche und kulturelle Zentren des Landes, Schmelztiegel neuer Erkenntnisse, Laboratorien der Zukunft. Sie rodeten und sorgten für Kranke, pflegten die Kunst, die Musik und die Wissenschaften. In Tegernsee entstand der älteste erhaltene Glasfensterzyklus der Welt. In Benediktbeuern verwahrte man die Originalhandschrift der „Carmina Burana“. Und die Augustiner-Chorherren aus Rottenbuch zählten zu den führenden Meteorologen ihrer Zeit. 1803 schien diese Welt für immer verlor.


Bayern in der Renaissance - Vortragsreihe

Goldmacher und Sterndeuter feierten fröhliche Urständ. Die Völlerei griff um sich. Und überall lärmten die Narrenschellen durch die Gassen. Gleichzeitig erschien am Horizont das Licht der Neuzeit. Im Gefolge des Buchdrucks explodierte das Wissen. Entdeckungen und Erfindungen weiteten den Blick: Fugger und Welser stiegen in den Welthandel ein. Wunderkammern mit Artefakten aus aller Herren Länder wurden schick. Und im Garten des Augsburger Bankiers Johann Heinrich Herwarth blühte 1559 die erste Tulpe.

Schaurige Mythen & Himmlische Mythen -
Vortragsreihen in Kooperation mit der Münchner Volkshochschule (MVHS)

Dracula, die Walpurgisnacht oder die Päpstin Johanna – der abendländische Kosmos ist voller Bilder, Vorstellungen und Überzeugungen. Sie kulminieren in unerklärlichen Ereignissen, in sagenhaften Gestalten und an geheimnisvollen Orten. Und sie gehören zu unserem kulturellen Erbe. Wir versuchen, die historischen Hintergründe zu erkunden, staunen über die Vielfalt der künstlerischen Interpretationen und entdecken allerlei Kuriositäten.


Sie können sich die Texte und Termine auch als Übersichtsseite herunterladen und ausdrucken:

Montag, 11. Januar 2016, 19.30 Uhr, Zentrum St. Bonifaz

Nacht von Samstag auf Sonntag, 6. Dezember 2015, 1.45 Uhr / 2.25 Uhr / 3.10 Uhr
auf ARD alpha

Genau an Nikolaus beschert uns der Bildungs-TV-Kanal "ARD alpha" die Komplett-Wiederholung der Doku-Reihe "Entlang der böhmischen Elbe" von Klaus Reichold und Thomas Endl. Eine schöne nächtliche Aufgabe für Video- und Festplattenrekorder. (VPS-Zeiten liegen je 20 Minuten früher, also 1.25, 2.05, 2.50 h)

Teil 1 im TV: Im Goldenen Bogen
Teil 2 im TV: Im Land der Schlösser
Teil 3 im TV: Im Reich der Romantik

Infos zu all unseren TV-Dokus gibt es auch hier ...

Mittwoch, 2. Dezember 2015, 18.15 Uhr
Augsburg, Fugger- und Welser-Erlebnismuseum

Vortrag von Klaus Reichold und Thomas Endl in der Reihe "Museumsreif – Der Blick über den Tellerrand. Grenzüberschreitende Museumsthemen" der Universität Augsburg

Unter dem Titel "Krieg in Ingolstadt - Ein Museum überwindet Mauern" berichten wir vom Projekt "Im Maschinenraum des Krieges" , das wir mit dem Bayerischen Armeemuseum verwirklichen durften.

Für alle, die nicht zum Vortrag kommen können, gibt es einen Artikel zum Nachlesen. Er ist vor einiger Zeit im Magazin "Schönere Heimat" des Bayerischen Landesvereins für Heimatpflege e.V. erschienen.


Ein virtuelles Museum entsteht
Artikel für das Magazin "Schönere Heimat"
Schönere Heimat - Artikel Ingolstadt.pdf (213.83KB)
Ein virtuelles Museum entsteht
Artikel für das Magazin "Schönere Heimat"
Schönere Heimat - Artikel Ingolstadt.pdf
(213.83KB)



 

Seit 21. April 2015 online und im Museum zu besuchen
"Im Maschinenraum des Krieges. Ingolstadt 1914-1918"

Mit einem "Virtuellen Museum" verbinden wir das Stadtgebiet Ingolstadt und die große Dauerausstellung zum Ersten Weltkrieg im Reduit Tilly.

Am 21. April wurde es in Ingolstadt vorgestellt und ging online unter http://1914-1918.armeemuseum.de/ .

Unser Trailer gibt einen Einblick in das Projekt:

Wir feiern Geburtstag:
2 Jahre bavaricum@histonauten

... und erinnern uns gerne daran, wie alles begann - mit einem Festakt im Zentrum St. Bonifaz am 19. April 2013.


In der ZDF-Mediathek
Helmut Kohl - Triumph und Tragödie

Unsere Hamburger Histonautin Sonja von Behrens schreibt wieder einmal Geschichte im ZDF - mit einem Filmportrait über Helmut Kohl: 

Sein Platz in der Geschichte ist ihm sicher, doch über seinen Erfolgen liegt ein Schatten. 1990 war Helmut Kohl der umjubelte "Kanzler der Einheit", zehn Jahre später verlor er durch die Parteispendenaffäre den Ehrenvorsitz der CDU und geriet ins politische Abseits. Diese Schmach und der Selbstmord seiner Frau Hannelore im Juli 2001 waren der Tiefpunkt seines Lebens. Seither folgten Höhen und Tiefen: Krankheit und persönliche Zerwürfnisse, aber auch eine wieder wachsende Anerkennung in den Reihen seiner Partei und der Öffentlichkeit für sein Lebenswerk. Sein Beitrag zur Einheit Deutschlands und Europas wird wieder in den Vordergrund gerückt.

Zum 85. Geburtstag Helmut Kohls zeigt "ZDF-History" ein sehr persönliches Porträt des Altkanzlers, der in den letzten Jahrzehnten große Triumphe und Tragödien erlebte und durchlitt. Umfangreiches Archivmaterial und langjährige Weggefährten gewähren Einblick in das Leben des Staatsmannes und des Menschen Helmut Kohl.

Buch und Regie: Sonja von Behrens ("Es war eine aufregende Produktion. Helmut Kohl erhitzt auch noch heute die Gemüter. Entweder hassen oder lieben die Menschen ihn, dazwischen gibt es nichts. Ich hatte großes Glück mit meinen fantastischen Interviewpartnern, die sich ganz herzerfrischend offen zu Helmut Kohl geäußert haben.")

Hier wieder lieferbar

Klaus Reichold u.a.: 50 Skulpturen, die man kennen sollte

Ihr Kopf wurde nie gefunden, auch die Arme blieben verschollen, der Rest war in über hundert Bruchstücke zerstreut. Die Ausgrabungsgeschichte der geflügelten griechischen Siegesgöttin Nike von Samothrake, eine der bekanntesten Skulpturen der Antike, liest sich nicht weniger spannend als die 49 weiteren Geschichten der Skulpturen und ihrer Künstler in diesem Band: Gegen Michelangelos David flogen Steine, die Marmorskulptur der heiligen Theresa von Avila zeigt sich in einer geradezu erotisch anmutenden Verzückung, die seinerzeit zu heller Aufregung führte, das kostbare Salzfass vom Goldschmied Cellini wurde entführt, und der Skandal, den Joseph Beuys mit seinem Fettstuhl auslöste, hallt bis heute nach. Dieser Band versammelt die wichtigsten Skulpturen seit der klassischen Antike und vermittelt anhand unterhaltsamer und informativer Texte wertvolles Basiswissen über die Kultur- und Kunstgeschichte.

Oberbayern

Vielfalt zwischen Donau und Alpen - Jenseits des Klischees (herausgegeben von Norbert Göttler)

Mit einem Beitrag von Klaus Reichold
und Thomas Endl (Fotos):

Überrraschende Vielfalt - Die Kulturlandschaften Oberbayerns

"Natürlich ist Oberbayern ein Paradies. Und wenn Ludwig Ganghofer nicht flunkert, wusste man das schon vor Jahrhunderten. Denn er legt einem Augustiner-Chorherrn namens Eberwin, der um 1100 lebte, einen Satz in den Mund, der zu den hübschesten Beispielen wohlformulierter Heimatverbundenheit gehört: 'Herr, wen du lieb hast, den lässest Du fallen in dieses Land!'


Den braven Eberwin gab es tatsächlich. Er war der erste Propst des Klosterstifts Berchtesgaden. Und ob er den zitierten Satz so gesagt hat oder nicht, ist völlig wurscht. Denn" ...  (mehr lesen?)